Ressourcen & Leitfäden

Ressourcen & Leitfäden zum Mülheimer Bergbau

Wer die Geschichte der Zechen Rosenblumendelle und Wiesche verstehen will, findet in Archiven und durch lokale Initiativen wertvolle Dokumente. Hier haben wir die wichtigsten Anlaufstellen und Ressourcen zusammengefasst.

1. Archive & Dokumentation

Um an detaillierte Pläne oder hochauflösende historische Fotos zu gelangen, sind diese Adressen die erste Wahl:

Bergbau in Mülheim an der Ruhr
Obwohl Mülheim heute weniger als Bergbaustadt bekannt ist, blickt die Stadt auf eine lange Tradition zurück, die bis ins 16. Jahrhundert reicht.Der frühe Bergbau an der Ruhr +1
  • Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Bergbau: Dieses Projekt des Initiativkreises Bergbau und Kokereiwesen e.V. (IBK) dokumentiert die lokale Bergbaugeschichte. Sie bieten geführte Exkursionen zu montanhistorischen Orten und pflegen Relikte wie den Gedenkstein derZeche Rosenblumendelle.
  • Stadtarchiv Mülheim (Haus der Stadtgeschichte): Hier werden historische Akten, Karten und Fotos zur Mülheimer Bergbaugeschichte verwahrt. Es ist die zentrale Anlaufstelle für wissenschaftliche Recherchen.
  • Förderverein Bergbauhistorischer Stätten – Arbeitskreis Mülheim: Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Erforschung lokaler Bergbauspuren ein.
  • Wichtige ehemalige Zechen: Dazu zählen dieZeche Vereinigte Sellerbeckin Dümpten (aktiv ab ca. 1580) und die Zeche Rosenblumendelle.Bergbauverein +7
Bergbau im gesamten Ruhrgebiet
Für einen umfassenden Überblick über die industrielle Entwicklung und Technik des Reviers sind folgende Adressen führend:
  • Deutsches Bergbau-Museum Bochum: Das weltweit größte Bergbaumuseum bietet ein originalgetreues Anschauungsbergwerk in 20 Metern Tiefe und dasBergbau-Archiv Bochum, die zentrale Informationsstelle für industrielle Bergbaugeschichte.
  • Trainingsbergwerk Recklinghausen: Hier führen ehemalige Bergleute durch ein 1.200 Meter langes Streckennetz mit originalen, teils noch funktionstüchtigen Maschinen.
  • Geopark Ruhrgebiet: Eine Übersicht über Besucherbergwerke, Lehrpfade und geologische Aufschlüsse (z. B. dasFlözaufschluss Hölter Egge) im gesamten Revier.
  • LWL-Museen für Industriekultur: Besonders dieZeche Nachtigallin Witten bietet Einblicke in die Anfänge des Bergbaus (Stollenbergbau), während dieZeche Zollernin Dortmund die prachtvolle Architektur der späteren Tiefbauphase zeigt.Geopark Ruhrgebiet +6

2. Bergbauwanderwege in Mülheim

 Mülheim bietet hier zwei besondere Highlights:

  • Der Bergbauwanderweg Heißen: Er führt direkt an den Standorten von Rosenblumendelle vorbei. Informationstafeln markieren heute die Stellen, an denen früher die Schächte lagen.

  • Die Aktienstraße: Ein historischer Leitfaden für sich. Erkläre auf deiner Seite, dass diese Straße eigens gebaut wurde, um die Kohle der Zeche Wiesche und anderer Gruben zur Ruhr zu transportieren.

3. Digitale Ressourcen & Datenbanken

Hilfreiche Links für eine Recherche

  • Ruhrzechen-Ausbauliste: Private, aber sehr detaillierte Datenbanken über die Laufzeiten und Teufen (Tiefen) der Schächte.

  • Kuladig (Kultur. Landschaft. Digital.): Ein Informationssystem des LVR, das historische Orte in Mülheim beschreibt.

4. Literatur-Tipps

  • Hermann/Hermann: "Die alten Zechen an der Ruhr". Das Standardwerk für jeden Bergbau-Fan.

  • Mülheimer Jahrbücher: In fast jeder Ausgabe finden sich Berichte über die Zechen Wiesche oder Rosenblumendelle.