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Glück auf! – Dieser Gruß ist im Ruhrgebiet weit mehr als eine bloße Höflichkeit. Er ist das Echo einer Ära, die unsere Region wie keine andere geprägt hat. Über Jahrhunderte hinweg war der Bergbau der Motor des Fortschritts, der Schöpfer von Städten und der Kitt, der die Menschen im Revier zusammengeschweißt hat.

Die Geschichte des „schwarzen Goldes“ begann nicht in den riesigen Industriekomplexen des Nordens, sondern hier, im Süden, an den Hängen des Ruhrtals. Da die Kohleflöze in Städten wie Mülheim an der Ruhr bis an die Oberfläche traten, konnten die Menschen sie schon früh in einfachen Pingen und Stollen abbauen. Aus diesen bescheidenen Anfängen erwuchsen monumentale Schachtanlagen wie Rosenblumendelle und Wiesche, die das Stadtbild und das Leben der Menschen über Generationen bestimmten.

Bergbau-Tradition im Ruhrgebiet

Mehr als nur Arbeit – Eine Lebensweise

Bergbau im Ruhrgebiet bedeutete nie nur Schichtarbeit unter Tage. Es war eine Lebenswelt für sich:

  • Die Kolonien: Ganze Stadtteile entstanden rund um die Fördertürme, um den Tausenden von Kumpeln und ihren Familien ein Zuhause zu geben.

  • Die Kameradschaft: Unter Tage zählte nur das Miteinander. Herkunft oder Sprache spielten keine Rolle – man musste sich blind aufeinander verlassen können.

  • Strukturwandel: Auch wenn die letzten Feuer in den Kokereien erloschen und die Fördertürme heute oft als Denkmäler in den Himmel ragen, bleibt der Geist des Bergbaus lebendig.

Auf dieser Website nehmen wir dich mit auf eine Reise in die Tiefe. Wir blicken zurück auf die rauchenden Schlote von Mülheim, die harten Schichten auf der Zeche Wiesche und die technische Meisterschaft der Zeche Rosenblumendelle. Tauchen Sie ein in eine Geschichte voller Ruß, Schweiß und dem unerschütterlichen Stolz einer ganzen Region.

Zeche Rosenblumendelle: Das Flaggschiff in Heißen

Die Zeche Rosenblumendelle war weit mehr als nur eine Arbeitsstätte; sie war über Jahrzehnte das industrielle Herz des Mülheimer Stadtteils Heißen. Als eine der bedeutendsten Anlagen im Ruhrgebiet steht sie sinnbildlich für den Übergang vom frühen Stollenbau zum hochmodernen Tiefbau.

Die Anfänge und der Name

Der Name der Zeche klingt fast poetisch, hat aber einen bodenständigen Ursprung. Er leitet sich von einer alten Flurbezeichnung ab: Eine „Delle“ bezeichnet eine Senke im Gelände, in der vermutlich Wildrosen oder Dornengebüsch wuchsen.

Bereits im Jahr 1841 konsolidierten sich mehrere kleine Bergwerke zur Zeche Rosenblumendelle. Was klein begann, entwickelte sich schnell zu einem Giganten. Durch die günstige Lage an der Aktienstraße konnte die Kohle effizient abtransportiert werden, was den wirtschaftlichen Aufstieg Mülheims massiv beschleunigte.

Technische Pionierarbeit

Rosenblumendelle war bekannt für ihre technische Ausstattung. Besonders markant war das Doppelbock-Fördergerüst über Schacht 1, das weit über die Grenzen von Heißen hinaus sichtbar war.

  • Tiefe: Die Schächte reichten über 500 Meter in die Tiefe, um die hochwertigen Fettkohleflöze zu erreichen.

  • Verbund: In ihrer Blütezeit war die Zeche mit anderen Anlagen wie der Zeche Humboldt und der Zeche Wiesche unter Tage verbunden, was ein riesiges zusammenhängendes Grubengebäude ergab.

Das Leben der Kumpel: Die Siedlung Heimaterde

Der Bergbau prägte nicht nur die Arbeit, sondern das gesamte soziale Gefüge. Um die wachsende Zahl an Bergleuten unterzubringen, entstand die heute noch berühmte Siedlung Heimaterde. Sie gilt als Paradebeispiel für den genossenschaftlichen Wohnungsbau der damaligen Zeit – mit Gärten zur Selbstversorgung, die den Kumpeln nach der harten Schicht unter Tage ein Stück Lebensqualität im Grünen boten.

Nach über 120 Jahren ununterbrochener Förderung kam am 29. Juli 1966 das Aus. Die Stilllegung von Rosenblumendelle markierte den endgültigen Rückzug des Bergbaus aus dem Mülheimer Stadtbild.

Das Ende einer Ära

  • Wusstest du schon? Heute erinnert kaum noch ein Stein an die gewaltigen Übertageanlagen. Wo einst Schornsteine rauchten, befinden sich heute das Rhein-Ruhr Zentrum und moderne Gewerbeflächen. Doch unter den Füßen der Mülheimer verlaufen noch immer kilometerlange, heute geflutete Stollen.

Urheber*in: Josef Stoffels (Herstellung); / Rechtewahrnehmung: Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Montanhistorisches Dokumentationszentrum | Digitalisierung: Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Montanhistorisches Dokumentationszentrum

Rosenblumendelle

  • Gegründet: 1841

  • Stillgelegt: 1966

  • Maximale Belegschaft: ca. 3.500 Mann

  • Fördermaximum: 1,2 Mio. Tonnen Kohle (1937)

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